Alles begann etwa 15:50 Uhr, als meine Mutter mir von ihren Erlebnissen am DM-Digitalfotoentwickelstand berichtete. Sie meinte, dass merkwürdigerweise alle Fotos nicht mehr da wären.
Ich präsentiere nun “Die Technik kann mich am A…!” in 3 Akten
Akt 1 – Die mysteryösen Fotos
Ich dachte mir also, was solls. Da meine Mutter den Unterschied zwischen Dateien und Ordnern nicht kennt, habe ich die SD-Karte mal so in meinen Cardreader geschoben und man staune: die Bilder waren da! Ich also Drucker angeschalten, Programm geöffnet, Fotos ausgewählt… ähm ja… wo sind se denn? Die Fotos, die sich gerade noch auf der SD-Karte befanden, waren WEG!!! Also, Datensicherungsprogramm geöffnet und mal die Karte durchgecheckt. Nach einem 5 Minuten Suchlauf wurde nicht einmal das einzige übriggebliebene Foto auf der Karte erkannt. Klasse! Naja, kann ja auch ein Versehen sein.
Also habe ich einen zweiten Suchlauf gesta rtet. Dieses mal (o Wunder) gab es tatsächlich Bilder, etwa 200, also alle, die vorhin gefehlt haben. “Super!”, denkt sich da der Ottonormal-Nerd und lässt sich die Dateien kopieren. Mit einem schon etwas entnervten Gesicht musste ich feststellen, dass die Wiederherstellung von etwa 70 MB Bildmaterial genau 524 Minuten in Anspruch und die Aufgabe meinen Rechner im wahrsten Sinne des Wortes “voll in Anspruch” nimmt. Nach 20 Sekunden kam mir dann die beste Idee des Tages: “Hol dir die Bilder doch einfach vom Laptop deiner Mutter!”. Also mal kurz ein Netzwerkordner erstellt (nach kurzen Problemen dann auch mit Schreibrechten) und die fünf, von der Dame des Hauses ausgewählten, Bilder auf meinen Rechner kopiert.
Akt 2 – Der druckt und druckt und druckt… nit!
Nachdem also die Fotos nach etwa 15 Minuten auf meinem Rechner waren kam nun der (eigentlich) einfache Part des Druckablaufes, das Drucken selber. Also Druckprogramm wieder geöffnet, Bilder an das Bildformat angepasst (Köpfe sollen ja schließlich nicht rollen), Drucker angeschaltet und: tatsächlich, es wurden zwei Bilder ausgedruckt. Zwei? Richtig, denn danach war die Cyanpatrone alle. Also mal kurz: Haube hoch, alte Patrone raus, neue rein, fertig. Und weiter sollte es gehen… weiter… WEITER? Die Meldung, dass die Patrone leer war hat meinen Rechner anscheinend so geschockt, dass dieser sich nach kurzer Ruhepause zur Ruhe setzte…
Also Rechner wieder angeschaltet, Bilder wieder angepasst und wieder ausgedruckt uund: Ja man könnte meinen, es wäre mittlerweile alles im Lot, aber nein. Mein Drucker, der sich prinzipiell bei jedem Scheißdreck meldet hat mir vergessen mitzuteilen, dass beim hastigen Patronenwechsel das rote Tintenpöttchen gleich auch seinen Platz verlassen hat. Das Ergebnis: Gestochen Scharfe Bilder mit hohem Grün, Blau und Gelbanteil. Nur von Rot war keine Spur.
Akt 3 – Alles Roger
Also Druckvorgang abgebrochen, Drucker geöffnet, Patrone “richtig” reingeschoben, Drucker wieder zu, Programm wieder auf, Bilder wieder angepasst, einmal kurz gegen alles getreten, was keine Beine zum zurücktreten hat, und weiter ging es. Und man mag es kaum für möglich halten, aber nach über 45 Minuten waren auch die letzten drei der fünf Bilder ausgedruckt.
FAZIT des Tages: siehe Titel.
btw: Jetzt ist es 16:48 Uhr und ich hab Background verpasst…

